Montag, 6. Juni 2011

Gottfried Lutz: Rolli-Drama auf Zypern

chronischLEBEN-Autor Gottfried Lutz traf am Rande des Amphitheaters von Kourion auf Zypern einen Rollstuhl - und kam ins Grübeln....

...Tragödie mit Happyend.

Donnerstag, 10. Februar 2011

An das Publikum

Beim "Spazierengehen" durch diverse Parkinson-Foren kamen mir folgende Zeilen von Kurt Tucholsky in den Sinn. Er veröffentlichte sie im Jahr 1931 unter einem seiner Pseudonyme, Theobald Tiger, in der "Weltbühne". Ach so, das Publikum in chronischLEBEN sollte sich ausnanhmslos NICHT angesprochen fühlen.

Die Ode an das hochverehrte Publikum liegt auch als Audio-Version vor. Sprecher: Norbert Jos Maas



An das Publikum
Theobald Tiger, Weltbühne 27, S. 32, 7.7.1931]

O hochverehrtes Publikum,
sag mal: bist du wirklich so dumm,
wie uns das an allen Tagen
alle Unternehmer sagen?
Jeder Direktor mir dickem Popo
spricht: “Das Publikum will es so!”
Jeder Filmfritze sagt: “Was soll ich machen?
Das Publikum wünscht diese zuckrigen Sachen!”
Jeder Verleger zuckt die Achseln und spricht:
“Gute Bücher geh’n eben nicht!”
Sag mal, verehrtes Publikum:
bist du wirklich so dumm?

So dumm, das in Zeitungen, früh und spät,
immer weniger zu lesen steht?
Aus lauter Furcht, du könntest verletzt sein;
aus lauter Angst, es soll niemand verhetzt sein;
aus lauter Besorgnis, Müller und Cohn
könnten mit Abbestellung drohn’n?
Aus Bangigkeit, es käme am Ende
einer der zahllosen Reichsverbände
und protestierte und denunzierte
und demonstrierte und prozessierte …
Sag mal, verehrtes Publikum:
bist du wirklich so dumm?

Ja dann …
es lastet auf dieser Zeit der Fluch der Mittelmässigkeit.
Hast du einen so schwachen Magen!
Kannst du keine Wahrheit vertragen?
Bist also nur ein Griessbrei-Fresser?
Ja dann …
Ja, dann verdienst du’s nicht besser!

_________________________________________________________
Ach ja, eines der bekanntesten Zitate von Bert Brecht, passt auch nicht schlecht:

Nur die allerdümmsten Kälber
wählen ihre Metzger selber

(natürlich sind Vereinsmitglieder keine Kälber (die sind nämlich einfach nur niedlich)

Mittwoch, 23. Juni 2010

Besuch bei einer alten Freundin, der Blutbuche

Zum Horizont und weiter


Das Ende naht - mit trippend schlurfend Schritten Bin viel zu lang zu schnell, zu hoch, zu weit geritten.

Hab' treiben lassen mich statt still zu halten Gehetzt statt ruhig die Tage zu gestalten


Der Horizont ist nah zum Greifen
Den Weg dorthin will ich nicht schleichen.

Will aufrecht gehn, bedächtig und gradzu
Das Leben leben - und dann hab ich Ruh

Was dann kommt ?
Liegen und vergehn
zuruck zu Mutter Erde
Sie wird mich verstehn
Sie nimmt mich an grad wie ich bin
Fragt nie - sie gibt mir wieder Sinn

© 2010 Norbert Maas

Sonntag, 20. Juni 2010

Neulich kam der Weihnachtsmann - nee, nicht ganz der von Hoffmann

Waldis Reim-Streik

Anders - krank - chancenlos

Rosswurst-Engels Leid

Träumereien zum Advent

Jesajas Irrtum

Advent - Escape